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Zugleitbetrieb Vereinfachter Nebenbahndienst ( ZLB / VND) Eine
Einführung Warum
Zugleitbetrieb? Schon früh suchten die
Bahnverwaltungen nach Möglichkeiten, die Kosten, speziell die Personalkosten
, auf Nebenbahnen zu senken. Außerdem sollten die Signaleinrichtungen weniger
aufwendig sein. Die Regeln für solche Betriebsformen wurden bereits in den
30er Jahren entwickelt. Festgeschrieben wurde das Verfahren bei der Deutschen Bundesbahn
in den "Vorschriften für den Zugleitbetrieb" (VZB), DS 436, bzw.
bei der Deutschen Reichsbahn in der Dienstvorschrift für den Vereinfachten
Nebenbahndienst" (VND), DV 437. Die
Zugleitstrecke Die im Zugleitbetrieb betrieben Strecke heißt Zugleitstrecke.
Der Zugleiter regelt Zug- und Rangierfahrten auf der Zugleitstrecke mit
Zuglaufmeldungen (und anderen Meldungen). Die Bahnhöfe sind Zuglaufstellen. Weitere Betriebsstellen können
zur Zuglaufstelle erklärt sein. Zuglaufstellen ohne Hauptsignale sind
unbesetzt. Auf Zuglaufstellen kann im Fahrplan oder durch schriftlichen
Befehl die Abgabe von Zuglaufmeldungen vorgeschrieben sein. Diese Stellen
sind Zuglaufmeldestellen. Auf unbesetzten Zuglaufmeldestellen gibt der
Zugführer die Meldungen und übernimmt das Weichenstellen und Sichern des
Fahrweges. Der Zugleitbahnhof kann in der Mitte oder am Ende der
Zugleitstrecke liegen, es kann aber auch ein Bahnhof außerhalb der
Zugleitstrecke sein.
Der Zugleiter führt das Zugmeldebuch (oder den Meldebogen), das
ihm jederzeit den Überblick über die Strecke gibt. Die wichtigsten
Meldungen werden im Normalfall über Fernsprecher vermittelt. Dadurch
ist gewährleistet, daß immer ein sicherer Betrieb auf der eingleisigen
Strecke mit unbesetzten Bahnhöfen möglich ist. (Beim Original gab es
zusätzliche Meldungen in Form schriftlicher ZLB-Befehle). Ist es nicht
möglich Meldungen weiterzugeben muß der Fahrbetrieb eingestellt werden. Die
Zuglaufmeldungen Der Zugleiter regelt die Fahrt der
Züge auf der Zugleitstrecke durch die Fahrerlaubnis. Er und die Zugführer
verständigen sich über festgelegte Meldungen, die wichtigsten sind: ·
Fahrerlaubnis ·
Ankunftsmeldung Weitere Meldungen regeln das Rangieren
und das Verlassen einer Betriebsstelle. Der
Zugleitbetrieb im Modell Auch wenn das Verfahren im ersten
Moment etwas umständlich anmutet und ein wenig Kenntnisse beim Zugführer
voraussetzt, ist es doch eine sehr attraktive Betriebsform, weil dem
Zugführer viele interessante Aufgaben zufallen, ·
Meldungen geben (d.h. Mitverantwortung für den sicheren
Betrieb) ·
Weichen stellen ·
Alleinverantwortlich Rangieren ·
Komplette Abwicklung aller Tätigkeiten in einer
Betriebsstelle ·
Sichern der Weichen und Gleissperren beim Verlassen Das alles erfordert eine gewisse
Umsicht und Sorgfalt, ist aber weitaus spannender als das
ausschließliche Fahren eines Zuges. |