Stellhebel und Verschlußmechanik




Für die ortsgestellten Weichen meiner H0e-Anlage sollte Weichenantriebe entstehen, die folgende Bedingungen erfüllen mussten:

- vorbildgetreuer Stellhebel
- Weiche in Grundstellung verschließbar
- Schlüssel bei aufgeschlossener Weiche nicht entnehmbar
- alle Stellwege im eingebauten Zustand einfach justierbar
- kleine Bauform
- Übertragung der Kraft über Bowdenzüge
- Herzstückpolarisierung
- Antriebe vor der Anlage montierbar
- Verwendung einfacher und preisweter Bauteile
- keine engen Toleranzen der Bauteile nötig


Und so sieht der fertige und funktionsfähige Prototyp aus:




Der Weichenhebel ist nach einer Zeichnung gelasert, der Stellweg beträgt ca. 10mm, er ist ungefähr 35mm lang. Montiert wird das Ganze auf einem Sperrholzbrettchen von 75mm x 100mm

Die eigentliche Mechanik greift durch einen Schlitz nach oben und ist hier mit einem Kupferdraht mit dem Hebel verbunden.

Die Befestigung des Hebels erfolgt mit kleinen Sechskantmessingschrauben M2.
 

  Das Schloß ist ein normales Aufschraubschloß, der Schlüssel wird ein Stück abgesägt und bekommt ein viereckiges Schild, hier noch aus Polystyrol, später aus Messingblech.

Unten wird ein Loch gebohrt und mit Gewinde versehen. Eine Schraube kann so eingedreht werden daß der Schlüssel im aufgeschlossenen Zustand gerade quer steht, aber nicht weitergedreht und damit auch nicht entnommen werden kann.



Die Mechanik besteht in der Hauptsache aus einem Schieber aus Aluminium.

Gehalten wird er von einem etwas längeren Winkel, der mit etwas Distanz auf das Holz geschraubt ist.

An dem Schieber sind befestigt:

- ein Flachprofil das nach oben durch die Montageplatte ragt und an dem der Stelldraht befestigt ist
- ein Winkel durch den parallel zum Schieber eine Schraube geht (Verschluß)
- eine Schraube senkrecht zum Schieber (Anschlag)
- der Bowdenzug zur Weiche



Im Vordergrund sind zwei Winkel zu erkennen zwischen denen sich die Anschlag-Schraube bewegen kann. In den Winkeln sitzen 4mm-Schrauben, auf deren Kopf je ein starker Neodynmagnet befestigt ist.

Durch Verdrehen dieser beiden Schrauben können der rechte und der linke Anschlag so eingestellt werden, daß sich der Stellhebel oben genau gleichmäßig bewegen läßt; auch der Gesamtweg ist so einstellbar.

Die Magnete sorgen dafür daß die Weiche zuverlässig in der Endstellung festgelegt ist.

Zwischen den beiden Winkel drückt ein Stückchen Polystyrol auf den Schieber, dadurch ziehen die Magnete den Hebel nicht selbsttätig in die Endstellung.





Oben: Hier ist der Antrieb aufgeschlossen und die Weiche umgelegt: die Schraube sitzt vor dem Riegel und verhindert, daß der Schlüssel gedreht werden kann.

Rechts: Die Weiche ist jetzt in Grundstellung, der Schlüssel kann gedreht und entnommen werden.

Unten : Weiche verschlossen. Die Schraube wird so justiert daß sie dicht an dem Schloßriegel sitzt, der Stellhebel kann nicht bewegt werden.
 








  Der Bowdenzug ist aus dem Modellbaufachgeschäft. Er hat außen 3mm, in die bewegliche Seele kann noch ein 0,8mm Stahldraht eingeschoben werden. Zwei Nippel mit Inbusschrauben halten den Zug vorne und hinten.

Wichtig ist es die äußere Hülle zu fixieren. Hier wurde ein Holzklötzchen geschlitzt und dann mit der Befestigungsschraube vorsichtig angezogen. Das hält sehr gut.


Zurück zur Übersicht....